Ein Bauschaden in Worms fängt häufig unscheinbar an, mit Wasser im Keller nach hohem Rheinstand, einem Rückstau aus dem Kanal oder einem feuchten Fleck an der Decke einer Wohnung. Florian Wurster ist Sachverständiger für das Immobilien- und Grundstückswesen (FIB) mit Ausbildung in Bauschäden, Baumängeln, Gebäudeanalyse und Beweissicherung. Er hält den Zustand fest, benennt die betroffenen Bauteile und fasst alles in einer gutachtlichen Stellungnahme zusammen, die Sie Versicherung oder Anwalt vorlegen können.
Ein Schaden am eigenen Haus wirft Fragen auf, die Versicherung, Handwerker und Nachbarn oft ganz unterschiedlich beantworten.
Eine neutrale Aufnahme des Zustands schafft hier eine gemeinsame Grundlage. Florian Wurster führt selbst keine Sanierungsarbeiten aus und verkauft keine Bauleistungen.
Entscheidend ist die Reihenfolge: Wird ein Schaden beseitigt, bevor er dokumentiert ist, kann später der Nachweis fehlen. Deshalb sichern wir den Zustand, bevor Trocknung, Rückbau oder Reparatur beginnen.
Im Erstgespräch schildern Sie Hergang und Anlass
Am Telefon oder per E-Mail beschreiben Sie, was passiert ist und wofür Sie die Dokumentation brauchen: für die Versicherung, für den Anwalt oder für Ihre eigene Entscheidung. Daraus ergibt sich, welche Art der Begutachtung passt und welche Unterlagen Sie schon jetzt zusammenstellen sollten.
Verbindliches Angebot, abgestimmter Ortstermin
Auf Grundlage Ihrer Schilderung bekommen Sie ein verbindliches Angebot, das Objekt, Fragestellung und Umfang berücksichtigt. Den Ortstermin in Worms stimmen wir danach mit Ihnen und gegebenenfalls weiteren Beteiligten ab.
Bestandsaufnahme mit Fotodokumentation direkt am Objekt
Vor Ort nehmen wir die betroffenen Bauteile in Augenschein, fotografieren jeden Befund und erfassen mögliche Schadensursachen. Messungen erfolgen, soweit der Fall sie erfordert, jeweils mit Angabe des Messorts.
Auswertung von Ursache, Verlauf und Bauteilen
Im Büro werten wir die Befunde aus. Wir prüfen, welche Ursache plausibel ist, wie sich der Schaden ausgebreitet hat und welche Bauteile er erreicht hat. Daraus leiten wir ab, welche Maßnahmen zur Sicherung und zur späteren Beseitigung notwendig erscheinen und in welcher Reihenfolge sie sinnvoll sind.
Schriftliche gutachtliche Stellungnahme mit Fotos und Bewertung
Die Stellungnahme enthält Objektbeschreibung, Schadensanalyse, technische Bewertung, Plausibilitätsprüfung und Schlussfolgerungen. Fotos und Messergebnisse sind den einzelnen Befunden zugeordnet, sodass Dritte wie Versicherung, Verwaltung oder Anwalt jeden einzelnen Schritt auch ohne eigenen Ortstermin nachvollziehen können.
Erläuterung der Ergebnisse, persönlich oder digital
Zum Abschluss erklären wir Ihnen die Ergebnisse in verständlicher Sprache, im persönlichen Gespräch oder digital. Rückfragen, die sich später im Austausch mit Versicherung, Hausverwaltung oder Anwalt ergeben, beantworten wir auf Wunsch auch telefonisch.
Jeder Schadensfall ist anders gelagert. Damit Sie vorher wissen, worauf Sie sich einlassen, legen wir den Umfang der Begutachtung gemeinsam mit Ihnen fest.
Der Aufwand richtet sich nach dem Objekt, nach Ihrer Fragestellung und nach dem Umfang der Begutachtung.
Ein Einfamilienhaus verlangt eine andere Begehung als eine einzelne Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus.
Bei einem Altbau kommt hinzu, dass Bauteile aus mehreren Bauphasen stammen können.
Ein Gewerbeobjekt bringt meist größere Flächen und mehr Beteiligte mit sich.
Wichtig ist auch, ob nur ein Raum oder mehrere Geschosse vom Schaden betroffen sind.
Feuchte, Risse und Rückstau verlangen jeweils andere Schwerpunkte bei der Aufnahme vor Ort.
Gemessen wird nur dort, wo der Fall es tatsächlich erfordert.
Wofür Sie die Unterlagen einsetzen möchten, entscheidet über den Detailgrad der Stellungnahme.
Für ein Anwaltsschreiben fällt sie in der Regel umfangreicher aus als eine reine Zustandsaufnahme.
Auch die Zahl der notwendigen Ortstermine fließt in die Einschätzung ein.
Liegen Fotos, Pläne und Schriftverkehr bereits vor, erleichtert das die Vorbereitung spürbar.
Aus diesen Angaben entsteht ein verbindliches Angebot, das Sie in Ruhe prüfen können.
Erst wenn Sie zugestimmt haben, beginnen wir mit der Begutachtung vor Ort.
Auf 4,19 Kilometern zwischen Rheindürkheim und Hamm bekam der Rheinhauptdeich von 2003 bis 2005 mehr Höhe und Breite. Dass hinter einem Deich dennoch Wasser auftreten kann, zeigen Flächen am Mittleren Busch, die bei Hochwasser durch Druckwasser überflutet wurden.
Steht bei hohem Rheinstand Wasser im Keller eines Hauses in Rheindürkheim, halten wir fest, an welchen Stellen es eintritt, wie hoch es stand und welche Bauteile durchfeuchtet sind. Ob die Abdichtung versagt hat, prüfen wir am Objekt.
Rheinaue und Altrheinläufe prägen Ibersheim, das in einem früheren Überschwemmungsgebiet liegt. Bei den Dammbrüchen 1798 und 1824 spülte der Rhein hier tiefe Kolke aus, das Altloch und das Neuloch. Grundwasser ist reichlich vorhanden, sein Stand schwankt.
Für einen Feuchteschaden im Keller bedeutet das: Wir dokumentieren den Befund so, wie wir ihn beim Ortstermin vorfinden, und vermerken den Rheinstand, soweit er bekannt ist. So lässt sich später nachvollziehen, unter welchen Bedingungen der Schaden aufgenommen wurde und ob er sich verändert hat.
Worms-Hochheim kam bereits 1898 zur Stadt und ist heute einer der 13 Ortsbezirke. Bei einem Wasserschaden in einer Wohnung steht dort wie überall die Frage im Raum, von welcher Einheit das Wasser ausging.
Wir verfolgen die Spuren über Decken und Wände, halten Feuchteränder und betroffene Räume je Einheit fest und beschreiben den wahrscheinlichen Weg des Wassers. Das schafft eine gemeinsame Grundlage für Eigentümer, Verwaltung und Versicherung.
Beim höchsten bekannten Hochwasser 1882/1883 zeigte der Wormser Pegel 8,22 Meter. Diese Marke macht deutlich, welche Wasserstände der Rhein an der Stadt erreichen kann.
Neben dem Strom prägen kleinere Gewässer das Stadtgebiet: Im Norden mündet die Pfrimm in den Rhein, durch die südlichen Stadtteile fließt der Eisbach.
Liegt ein Gebäude in der Nähe eines dieser Gewässer, beziehen wir die Lage in die Dokumentation ein und beschreiben, ob die Befunde zu einem Wassereintritt von außen passen können oder eher auf eine Ursache im Haus hinweisen.
Welcher Schaden in einem Wormser Haus auftritt, hängt stark davon ab, wie nah das Gebäude am Rhein steht und aus welcher Bauzeit es stammt. Hinzu kommt, ob ein Haus seit dem Bau mehrfach umgebaut wurde; deshalb betrachten wir jeden Fall einzeln. Die folgenden Schadensbilder sind typische Anlässe, eine gutachtliche Stellungnahme in Auftrag zu geben:
Für die Stellungnahme zählt nicht nur der sichtbare Schaden, sondern auch sein Verlauf: wie er bemerkt wurde, wie er sich ausgebreitet hat und welche Bauteile er inzwischen erreicht hat. Genau diese Abfolge halten wir schriftlich fest, ergänzt um Fotos aus jedem betroffenen Raum. So bleibt auch dann nachvollziehbar, was geschehen ist, wenn der Schaden längst beseitigt wurde und Versicherung oder Gegenseite erst später nachfragen.
Am 21. Februar und am 18. März 1945 trafen Luftangriffe die Stadt: Gut ein Drittel des Gebäudebestands, 35 Prozent, wurde zerstört, 29 Prozent trugen Schäden davon. Wer heute eine Wohnung in einem wieder aufgebauten Haus besitzt, trifft bei einem Wasserschaden deshalb auf eigene Fragen, die am Objekt geklärt werden müssen:
Bei einer Eigentumswohnung beschreiben wir genau, in welchen Räumen und an welchen Bauteilen der Schaden sichtbar ist. So gehen Hausverwaltung, Versicherung und Miteigentümer vom gleichen Befund aus und müssen sich nicht auf unterschiedliche Schilderungen verlassen.
Ein Bauschaden beschäftigt neben Versicherung und Handwerkern manchmal auch Behörden oder ein Gericht. Worms ist eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz, daher liegen die Zuständigkeiten bei diesen Stellen:
Wir ordnen den Schaden technisch ein und dokumentieren ihn so, dass Ihr Anwalt oder eine Behörde den Befund nachvollziehen kann. Die rechtliche Würdigung des Falls bleibt Ihrem Anwalt vorbehalten, unsere Aufgabe ist die technisch begründete Beschreibung des Zustands.
Die gutachtliche Stellungnahme folgt einem klaren Aufbau, damit Versicherung, Hausverwaltung oder Anwalt die einzelnen Befunde zuordnen und an der richtigen Stelle wiederfinden können:
| Bestandteil | Inhalt |
|---|---|
| Objektbeschreibung | Gebäudeart, Lage und Nutzung |
| Schadensanalyse | betroffene Bauteile und Schadensverlauf |
| Technische Bewertung | Einordnung der Befunde mit Fotos und Messwerten |
| Plausibilitätsprüfung | Abgleich der möglichen Ursachen |
| Schlussfolgerungen | Ergebnis und Handlungsempfehlungen |
Die Aussagen der Stellungnahme sind technisch begründet und, wo möglich, mit Fotos belegt, Messergebnisse stehen direkt beim zugehörigen Befund.
Bis zum Ortstermin können Sie einiges tun, damit der Zustand später nachvollziehbar bleibt:
Sofortmaßnahmen zur Sicherung sind sinnvoll, größere Rückbauten besprechen Sie am besten vorher mit uns.
Ein Handwerker beschreibt in erster Linie, was er reparieren würde. Die gutachtliche Stellungnahme hält dagegen den Zustand fest, prüft mögliche Ursachen auf Plausibilität und begründet ihre Schlussfolgerungen technisch, unabhängig davon, wer später saniert.
Wir dokumentieren, wo Abwasser ausgetreten ist, wie hoch es stand und welche Bauteile betroffen sind. Außerdem nehmen wir Bodenabläufe und eine vorhandene Rückstausicherung in Augenschein.
Wir halten den baulichen Zustand mit Fotos, Messungen soweit erforderlich und einem nachvollziehbaren Protokoll fest. Damit ist nachvollziehbar dokumentiert, wie das Gebäude vor einer Baumaßnahme oder im Streitfall aussah.
Führt der Rhein Hochwasser, kann in seiner Nähe Grund- oder Druckwasser von außen auf die Kellerwände wirken. Ob das den Schaden erklärt oder eine andere Ursache wahrscheinlicher ist, prüfen wir am Objekt und begründen es schriftlich.
Wir verfolgen Feuchteränder über Decken und Wände, erfassen betroffene Räume und Bauteile und beschreiben den möglichen Weg des Wassers. So entsteht ein Befund für alle Beteiligten.
Nein. Florian Wurster begutachtet und dokumentiert, saniert aber nicht und bietet auch keine anderen Bauleistungen an.
Hilfreich sind Fotos vom Schadenstag und aus der Zeit danach, Schreiben der Versicherung oder Hausverwaltung, Rechnungen von Notdiensten und Trocknungsfirmen sowie vorhandene Baupläne. Bei einer Eigentumswohnung kommen Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlung hinzu, soweit sie den Schaden betreffen. Fehlen Unterlagen, beginnen wir mit dem, was vor Ort sichtbar ist.
Steht nicht die Sicherung eines Schadensfalls im Vordergrund, sondern die Frage, woher Feuchte, Schimmel oder Risse kommen, ist die Schadensanalyse der passende Weg. Sie konzentriert sich auf die Ursachensuche und die daraus folgende Maßnahme. Auf dieser Seite geht es dagegen um Dokumentation und Stellungnahme.
Maßgeblich sind die Art des Gebäudes, Ihre Fragestellung, die Zahl der betroffenen Räume und die Anzahl der nötigen Ortstermine. Nach dem Erstgespräch legen wir Ihnen ein verbindliches Angebot mit dem vereinbarten Umfang vor. Die Begutachtung beginnt erst, wenn Sie diesem Angebot zugestimmt haben.
Ob Rückstau, Druckwasser im Keller oder Leitungswasser in der Wohnung: Nehmen Sie Kontakt auf, bevor Spuren beseitigt werden. Was wir darüber hinaus anbieten, zeigt die Startseite.
Schreiben Sie uns, was passiert ist, wo das Gebäude steht und wofür Sie die Dokumentation benötigen. Fotos des Schadens helfen uns bei der ersten Einordnung Ihres Falls.
Persönliche Rückmeldung
Nerotal 18, 65193 Wiesbaden
Ortstermine nehmen wir nicht nur im Wormser Stadtgebiet wahr. Auch in Osthofen, Eich oder Hamm am Rhein, in Bobenheim-Roxheim sowie jenseits des Rheins in Lampertheim und Biblis dokumentieren wir Bauschäden nach Absprache. Die Arbeitsweise bleibt überall gleich: unabhängig, mit Fotos belegt und schriftlich begründet.
Wir setzen weder Statistik- noch Werbe-Cookies ein. Die eingebettete Google-Maps-Karte startet erst mit Ihrer Zustimmung, erst dann fließen Daten zu Google. Über „Cookie-Einstellungen“ am Seitenende lässt sich die Entscheidung jederzeit ändern. Datenschutzerklärung